Zimt ist nicht gleich Zimt. Zimt's!?

Zimt ist nicht gleich Zimt. Zimt's!?

Wusstet ihr, dass zwischen Ceylon-Zimt und Cassia-Zimt ganze Welten liegen? Nein...? Wir erklären Euch welche Unterschiede es gibt und auf was ihr achten solltet, wenn Zimt in Eurem Einkaufswagen landet. Doch der Reihe nach...

Zimt ist eines der beliebtesten Gewürze

Im gesamten Jahresverlauf und insbesondere in der Weihnachtszeit ist Zimt aus unseren Küchen nicht wegzudenken. Zimt sorgt für das gewisse Etwas und die besondere Note: Punsch, Glühwein, Plätzchen, Kompott, Wild-Ragouts, aber auch in vielen asiatischen Gerichten oder in der trendigen Chai-Latte findet sich Zimt. Das braune Pulver sorgt dabei auch bei einer vorsichtigen Verwendung für einen intensiven Geschmack. Durch den hohen Gehalt an Antioxidantien soll sich Zimt außerdem positiv aus das Immunsystem auswirken.

Wie wird Zimt hergestellt?

Zimt entsteht aus der getrockneten Rinde verschiedener Zimtbäume angebaut. Nach der Regenzeit können von den Zimtbaumschößlingen die biegsame Rinde von den Bäumen abgelöst und von den Korkschichten befreit werden. Durch die Trocknung rollt sich die Rinde zur allseits bekannten Zimstange, dem sogenannten Kaneel. In gemahlener Form wird Zimt weltweit auch als Pulver verwendet. Weniger bekannt ist das Zimtöl aus kleineren Ästen und Blättern, sowie die Zimtblüte die geschmacklich aus einer wunderbaren Mischung aus Zimt, Nelken, Orangen und schwarzem Pfeffer besteht.

Woher stammt Zimt?

Vor über 500 Jahren lernten die Europäer den Zimt kennen, nachdem Vasco da Gama das wundersame Gewürz aus Indien mit in die "alte Welt" brachte. Sri Lanka trug bis zum Jahr 1972 noch den Namen Ceylon und dient auch heute noch als Namensgeber des ursprünglichen Ceylon-Zimts, der aus dem Ceylon-Zimtbaum gewonnen wird. Mittlerweile wird Zimt auch aus der Zimtkassie gewonnen, die eher in China beheimatet ist. Gemeinsam mit dem indonesischen und dem vietnamesischen Zimt bezeichnet man diese Zimt-Arten übergreifend als Kassia-Zimt bzw. China-Zimt. 

Wie wurde Zimt früher verwendet?

In asiatischen Ländern verwendete man Zimt bereits vor 4000 Jahren. Auch die alten Ägypter konnten dem Zimt bereit etwas abgewinnen und nutzen ihn zum Balsamieren der Mumien. Zimt erfreute zur damaligen Zeit nicht nur als beliebter Duftstoff, sondern wurde auch weit verbreitet in der Medizin eingesetzt. Als Würze entdeckte man Zimt erst im Mittelalter. 

Was ist der beste/bessere Zimt?

Zimt beinhaltet Cumarin, einem natürlichen Aromastoff, der neben dem Zimt auch beispielsweise im Steinklee, der Tonka-Bohne  oder aber im Waldmeister vorkommt. Cumarin wirkt bei einer zu hohen Dosierung leberschädigend. Aus diesem Grund gibt es in der Aromenverordnung eine mengenmäßige Beschränkung für die Verwendung des isolierten Stoffes Cumarin in Lebensmitteln. Dabei muss man unbedingt beachten, dass Cumarin in Kassia-Zimt in einer größeren, aber im Ceylon-Zimt nur in einer sehr geringen Menge vorkommt.  

Während die verarbeitende Lebensmittelindustrie in weiten Teilen auf den günstigen China-Zimt zurückgreifen, solltet ihr beim Kauf von Zimt unbedingt darauf achten nur Ceylon-Zimt zu verwenden.

Wie kann man Ceylon-Zimt erkennen?

Ceylon-Zimt ist in der Farbe deutlich heller und im Geschmack im Vergleich zum Cassia-Zimt viel feiner. Steht man im Supermarkt vor dem Regal kann man den Zimt allerdings weder schmecken, noch sind auf Grund der Verpackung Farbunterschiede direkt zu erkennen. In solchen Fällen ist Ceylon-Zimt aber als Inhaltsstoff deutlich gekennzeichnet - nicht zuletzt um sich von dem Billigprodukt Cassia-Zimt abzusetzen.

Bei Zimtstangen könnt ihr die Herkunft in den meisten Fällen selbst erkennen: Cassia-Zimtstangen sind in der Dicke der Rinde deutlich gröber und bestehen daher aus einem einzigen gerollten Stück Rinde. Ceylon-Zimt hingegen rollt sich in mehreren feinen, dünnen Lagen und hebt sich dadurch deutlich ab.

In diesem Sinne... Augen auf beim Zimtkauf.

 

Übrigens: In unserem Zimt-Honig verwenden wir nur den besten Ceylon-Zimt aus biologischem Anbau. Die Fette Beute mit Zimtgeschmack eignet sich auch hervorragend als Zuckeralternative in Euren Weihnachtsplätzchen. Wie wäre es mit Orangen-Zimt-Sternen von Frau Zuckerstein?

 

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