Honigverfälschungen - Honig im Test bei Nelson Müllers Lebensmittelreport (ZDF)

Honigverfälschungen - Honig im Test bei Nelson Müllers Lebensmittelreport (ZDF)

Nelson Müller testet Honige im ZDF Lebensmittelreport

Deutschland - Honigland. Aktuell werden rund 860.000 Bienenvölkern in Deutschland von etwa 130.000 Imkern betreut und trotzdem können Bienen und Imker den Honigbedarf in Deutschland nicht decken. Lediglich 20% des verkauften Honigs wird auch in Deutschland produziert. Der große Rest von weit über 85.000 Tonnen wird dabei hauptsächlich aus Südamerika oder Ländern wie der Ukraine, Rumänien und Ungarn nach Deutschland importiert. Deutschland gilt als der größte Honigimporteur der EU. Bei einem Handelsvolumen von knapp 260 Millionen Euro pro Jahr, lockt dieser Markt nicht nur Honigliebhaber, sondern auch Betrüger. Honig gehört zu den am meisten verfälschten Lebensmitteln der Welt und steht in Deutschland auf Platz 6 des Lebensmittelbetrugs. Der sympathische TV-Koch Nelson Müller widmet sich Honigen und Honigverfälschungen in seiner ZDF-Sendung Lebensmittelreport vom 11. September 2018. Auch das Deutsche Bienenjournal berichtet über den Kampf gegen Honigbetrugs.

Honig aus EU-Ländern und Nicht-EU-Ländern

In Deutschland gilt eine nur sehr lockere Deklarationspflicht im Bezug auf die Herkunft von Honig. Der Gesetzgeber sieht in der Honigverordnung generell nur die Kennzeichnung der Herkunftslandes oder der Herkunftsregion (z.B. Honig aus Aschaffenburg oder Honig aus dem Kahlgrund) vor. Da die importierten Honige oft gemischt und dem Geschmack der Honigesser angepasst wird, ist die Transparenz nicht mehr gegeben. Die Herkunft wird dabei ganz unspezifisch als Honig aus "EU-Ländern" oder aus "EU-Ländern und Nicht-EU-Ländern" ausgezeichnet. Auch Bio-Honig bleibt davor nicht geschützt und wird in großen Mengen importiert.

Wie wird Honig verfälscht?

Honigfälschungen werden in verschiedenen Varianten durchgeführt. So wird beispielsweise die geographische Herkunft des Honigs durch "honey laundering" (Honigwäsche) verfälscht, um entstehende Einfuhrzölle zu umgehen. Dabei werden dem Honig durch Filtration sehr häufig auch Inhaltsstoffe wie z.B. Pollen entzogen. Bereits 2013 wurde in den USA der landesweite Honeygate-Skandal öffentlich. Dabei wurde asiatischer Honig mit falscher Auszeichnung eingeführt und über 180 Mio. US-Doller an Zöllen hinterzogen. Darüber hinaus wird Honig häufig mit industriellem Zuckersirup aus Zuckerrohr-Pflanzen oder Zuckerrüben, aber auch mit Fruktose-Sirupen aus Getreide, Mais oder Reis gestreckt und künstlich verändert. Geschickte Fälschungen sind auch auf dem heutigen Stand der Technik nur sehr schwer nachzuweisen.

Die Qualität von Honig unterscheidet sich sehr stark

Der durch die Bienen gesammelte Nektar wird durch die Biene durch die Zugabe von Enzymen und Trocknung erst zu dem qualitativ hochwertigen Honig den wir benötigen. Der Reifeprozess benötigt dabei Zeit und Ruhe. Besonders in Asien/China wird der frisch eingetragene Nektar den Bienen entzogen und künstlich getrocknet. Die fehlenden Enzyme und Vitamine müssen künstlich in industriellen Prozessen hinzugefügt werden. Es entsteht ein verfälschter "Honig" in minderer Qualität der den Namen eigentlich nicht tragen dürfte.

Wo kann ich unverfälschten Honig kaufen?

Der beste und sicherste Weg echten Honig zu kaufen ist der Gang zum lokalen Imker. Wir gewinnen den Fette Beute Honig ausschließlich aus unserer eigenen Schloßgrund Landimkerei im schönen Kahlgrund in Mömbris bei Aschaffenburg gelegen. Wir werben dafür jeden einzelnen Imker zu unterstützen. Wir freuen uns nach Rücksprache über einen Besuch in unserer Imkerei und besuchen mit Ihnen gerne unsere Bienenstände und vermitteln Ihnen einen Eindruck über die Gewinnung unserer Honige und die Pflege unserer Bienen.

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